No-Borders-Klimacamp erfolgreich gestartet
 

Im Laufe des Samstagnachmittags versammelten sich Dutzende Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung, Migrationskollektiven und Palästina-Solidarität im Horburgpark und begannen mit dem Aufbau des No-Borders-Klimacamps. Neben sanitären Einrichtungen und einer "Küche für alle" gehören dazu auch grosse Aufenthaltsbauten, Programm-Pavillons und Zelte, um sich zurückzuziehen. Nach den beiden Aufbautagen starten die Camp-Bewohnenden nun in eine Woche voller Workshops, Bildungs- und Vernetzungsanlässen. Laut den Organisator*innen sind alle Menschen willkommen, an dem bis zum 9. August laufendem Programm teilzunehmen, zum Essen zu bleiben und einen Blick darauf zu erhaschen, wie das Zusammenleben in einer anderen Welt aussehen könnte. 
 

Verbindung zwischen Klimakrise, Krieg und Migration
 

Die Klimakrise gefährdet die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, was laut den neuen Berichten des WEF bis 2050 den Tod von 14,5 Millionen Menschen bedeuten wird. Camp-Sprecherin Meret Schefer meint: "Regierung, Parlament und Konzerne haben der Bevölkerung und dem Planeten den Krieg erklärt. Sie befeuern die Klimakrise durch den Bau fossiler Infrastruktur, machen ganze Gebiete unbewohnbar und rüsten die Grenzen und die Festung Europa auf." Der Bund entscheide sich mit der Missachtung des EGMR-Klimaschutzurteils oder dem Autobahnausbau bewusst dafür, die Klimakrise weiter anzuheizen, erklärt Schefer weiter. Gleichzeitig sollen bis 2027 rund 300 Millionen in die Verschärfung der Grenzkontrollen gesteckt werden. "Die Sicherheit, die wir brauchen, sind nicht militarisierte Grenzen, sondern ein lebenswerter Planet für alle", meint Sprecherin Schefer dazu.​​​​​​​
Dieser Zusammenhang zwischen Klimakrise, Krieg und Migration soll im Camp thematisiert und der Widerstand dagegen organisiert werden. Eine Reihe von Workshops bietet die Möglichkeit, sich über diese Themen zu informieren. Am Mittwoch wird der Tag ausschliesslich dem Thema Palästina gewidmet sein. „In einer Welt, die Genozide toleriert, ist Klimagerechtigkeit unmöglich. Die Klimagerechtigkeitsbewegung sieht sich in der Verantwortung, sich an die Seite der Palästina-Solidaritätsbewegung und gegen alle Formen von Ungerechtigkeit zu stellen“, erklärt Meret Schefer. 

Für Medienanfragen
 

medien@climatejustice.ch oder medien@climatestrike.ch
+41 77 902 75 37
Fotos: https://flic.kr/s/aHBqjBC4bw
Weitere Infos zum Camp: https://www.climatejustice.ch/no-borders-klimacamp-rise-up-for-change/