Klimakonferenzen werden uns nicht retten
... deshalb müssen wir es selbst in die Hand nehmen.
Kaum ist die letzte Klimakonferenz (“Conference of Parties”, COP) vorbei, wird schon mit der Organisation der nächsten begonnen: Vor einigen Wochen wurde bekanntgegeben, dass Aserbaidschan Gastgeber*in der nächsten Klimakonferenz sein soll. Aserbaidschan ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig und hat kürzlich bekanntgegeben, seine Produktion von fossilen Brennstoffen in den nächsten zehn Jahren um einen Drittel erhöhen zu wollen.
Aserbaidschan hat auch bereits ein Organisationskomitee für die COP zusammengestellt. Vorsteher des Komitees ist wieder - wie bei der letzten COP - ein Öllobbyist: Mukhtar Babayev ist momentan Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen - und hat davor 26 Jahre beim staatlichen Ölkonzern gearbeitet. (Da müssen wir uns mit unserem Ölbert ja schon fast glücklich schätzen….) Ausserdem besteht das 28-köpfige Komitee aussschliesslich aus cis Männern.
Es ist vollkommen absurd, wenn Klimakonferenzen von Öllobbyist*innen und unter Ausschluss von den Menschen, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, organisiert werden. Nun ist klarer denn je: Klimakonferenzen werden uns nicht retten. Aus diesem Grund hat letzten Herbst die “Earth Social Conference” als Gegenkonferenz zur COP stattgefunden. An der Earth Social Conference wurde ein Austausch verschiedener Bewegungen über Strategien und Theorien des Wandels ermöglicht. Der Klimastreik hat deshalb am letzten nationalen Treffen entschieden, Vertreter*innen auch an die nächste Earth Social Conference 2024 in Mexiko zu schicken. Denn ein Wandel wird nicht von oben zu uns hinabgereicht - wir müssen ihn uns selbst erkämpfen!
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